nach dem Hörspiel von Petr Balajka | Übersetzung: Werner Imhof
Ottla – Franz Kafkas Lieblingsschwester
Ein eindringliches Porträt jüdischen Lebens in Prag – basierend auf Briefen, Erinnerungen und literarischen Fragmenten.

worüber handelt das Stück?
Ottla David – Schwester Franz Kafkas – wächst in Prag auf, geprägt von familiärer Tradition und geistiger Nähe zu ihrem Bruder. Während Franz der Sprache und dem Schreiben zuwendet, widmet Ottla sich dem Leben ihrer Familie. Deportiert wird sie allein und betreut die Kinder im Waisenhaus von Theresienstadt.
Das Stück rekonstruiert ihre Geschichte anhand erhaltener Briefe, Augenzeugenberichten und Erinnerungen ihrer Tochter Vera, welche in Interviews 2015 aufgezeichnet wurden. Es entsteht das eindrucksvolle Bild einer mutigen Frau, deren Menschlichkeit selbst unter unmenschlichen Bedingungen nicht zerbricht.
Kafkas Zitate durchziehen das Stück wie eine geistige Verbindung – zart, poetisch und schmerzlich klar.
„Ottla“ ist ein stilles Stück Erinnerung, getragen von literarischer Kraft und historischer Wahrheit. Ein Monolog der leisen Stimmen – und ein Mahnmal für das, was nie hätte geschehen dürfen.
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