Foto: Petra Schepeler
Entweder … Oder
Eine kluge Komödie über Identität, Verdrängung und das alltägliche Absurde – tragikomisch, pointiert und voller feiner Zwischentöne.
Die bewegende Geschichte eines Selfmademans aus Ostgalizien – vom jüdisch-orthodoxen Milieu zum erfolgreichen Juristen und Kunstliebhaber im Wien der Zwischenkriegszeit. SPIEGEL-Bestseller.
Foto: Diogenes Verlag
worüber handelt das Stück?
Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn nichts von ihm übrigbleibt? Die Journalistin Shelly Kupferberg begibt sich auf eine jahrelange Spurensuche nach ihrem Urgroßonkel Isidor: einem Selfmademan aus ärmlichen ostgalizischen Verhältnissen, der zum erfolgreichen Wiener Juristen, Kommerzialrat und Kunstsammler aufstieg. Ein Lebemann und Opernliebhaber, der versuchte, seine jüdische Identität zu vertuschen, bis der „Anschluss“ Österreichs im März 1938 ihn gnadenlos einholte. Aus Archiven rund um die Welt, Familienbriefen, alten Dokumenten und Zeitungsartikeln entblättert Kupferberg das Bild einer bemerkenswerten Biografie und erzählt behutsam nicht nur von Isidor, sondern auch von den Menschen um ihn herum. Die konzertante Lesung verbindet diese eindringliche Geschichte über Erinnerung, Verlust und verschwiegene Identität mit Musik jüdischer Komponisten, die selbst Verfolgte, Vertriebene oder Überlebende des Holocaust wurden: ein literarischer Stolperstein über das, was bleibt, wenn alles genommen wurde.
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